Leben nach dem CWK von Veronika Opitz

Liebe Leute vom CKW,

ich war Abschlussjahrgang 1996, ich weiß nicht mehr, welches A das war (24, 23?). Ich hatte mich sofort nach dem Abi um einen Studienplatz beworben, kam aber nur auf die Warteliste. Im Nov. 1997 erhielt ich einen Brief von der ZVS. Ich war als dritte Nachrückerin zum Studium der Psychologie an der TU-Berlin vorgesehen. Ich war überglücklich! Ich werden den Tag meiner Immatrikulation nie vergessen.
Am 27. September 2005 hielt ich dann mein Diplom der Psychologie in den Händen. Heute arbeite ich freiberuflich als Dozentin und in der psychologischen Beratung. Ich liebe meinen Beruf.

Eines hat mir zwischendurch immer wieder Mut gemacht, wenn es mal nicht so gut lief: Ich hatte am CKW Psychologie im Leistungskurs belegt, bei Gisela Müller. Als die Abi-Klasuren geschrieben waren und etwas Ruhe eingekehrt war, besprachen wir mal im Unterricht unsere Pläne und Möglichkeiten. Irgend jemand fragte Gisela, ob sie ein Rezept für den Erfolg wüsste. Sie überlegte kurz, dann sagte sie: „Einfach dranbleiben. Wer sein hartnäckig Ziel verfolgt, wird es auch erreichen.“
Ich kann dem heute nur zustimmen.

Eine Botschaft hätte ich noch für alle, die auch gerne Psychologie studieren möchten: das ist keine Selbsttherapie, das ist harte Arbeit. Ich habe unterwegs Viele abbrechen sehen, weil sie genau dies glaubten und meinten, sie könnten sich so durchlavieren. Wer aber gerne wissen möchte, wie Menschen „funktionieren“ und wie man Vorhersagen über ihr Verhalten machen kann, oder wie man psychische Erkrankungen heilen und Anderen sehr helfen kann, der ist hier richtig.

Alles Gute für euch und das Kolleg!
Veronika Opitz
Dipl.Psych.